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Haare schneiden für den guten Zweck

16.08.2016

Straßenfest in der Pauritzer Straße voller Erfolg / Insgesamt 1050 Euro für Kinderkrebsstiftung


VON NICOLE RATHGE-SCHOLZ

ALTENBURG. Bestes Wetter ,gut gelaunte Gäste, kühles Blondes und heißer Kaffee, dazu Attraktionen, Unterhaltung und Live-musik –besser konnte auch das 12. Stra-ßenfest in der Pauritzer Straße in Altenburg nicht laufen. „Es ist mittlerweile Tradition, dass wir zum Straßenfest die Haare der
Gäste für einen guten Zweck schneiden. Unser Erlös geht an die von Peter Escher ins Leben gerufenen Kinderkrebsstiftung. „Uns verbindet eine Freundschaft zu Escher,denn er hat uns in der Not gehol-fen, und deshalb geben wir wieder etwas durch diese Aktion zurück“, so der Vorsit-zende des Förderverein „Historisches Fri-seurhaus“ Altenburg, Peter Müller,dem dies eine Herzensangelegenheit ist.
Auch die „Lustigen Schwestern“ haben auf der Bühne aufgerufen, für die Kinder-krebsstiftung zu spenden. Darauf hin nahm Renate „Letscho“ Gärtner ihren Hut und ging durch die Straße. „Es sind sage und schreibe 520 Euro im Hut gelandet, das ist doch geil“, freut sich Müller euphorisch.
Insgesamt sind durch den Kuchenverkauf, das Haareschneiden, das Glücksrad, die
Hut-Aktion und den Gagen-Verzicht der „Lustigen Schwestern“ 1050 Euro zusam-men gekommen. „Dazu muss man beden-ken, dass dieser Betrag nochmal vom Staat vervierfacht wird“, klärt Müller auf, der es noch gar nicht glauben kann, das diese Summe unterm Strich steht.
Und er verbrachte den ganzen Nachmittag nicht nur im Haarsalon, sondern wurde auch kurzerhand von „Letscho“ auf die Bühne gezogen. „Die ,Lustigen Schwestern’ stimmten gerade das Lied
,Du hast die Haare schön’ an, als Letscho mich auf die Bühne zog, mir eine Perücke
verpasste und so echt für einen Lacher gesorgt hat“, schmunzelt Müller über die spontane Aktion.

Neben genügen Speis und Trank und guter Unterhaltung konnten die Besucher auch mit der Armbrust schießen, eine Motorradausstellung begutachten und die Kinder auf dem Trampolin und der
Hüpfburg toben. Auch die Freiwillige Feuerwehr war in diesem Jahr wieder mit von der Partie. „Wir unterstützen solche Feste gerne“, sagt Jugendwart Rudolf Naumann. Er uns seine Kameraden nah-men sich viel Zeit für die zahlreichen Kin-der,die alle einmal Platz im Feuerwehrauto nehmen wollten. „Wir bieten zudem an, dass die Jungen und Mädchen bei uns mit der Kübelspritze ein echtes Feuer löschen können oder auch Kegel mit dem Wasserstrahl abschießen müssen.“
„Mein Sohn ist ganz begeistert von der Feuerwehr,das ist immer ein Highlight“, erzählt Franziska Schirmer,die gemeinsam mit ihren Kindern den Nachmittag auf der Pauritzer Straße verbringt. „Ich finde das Fest sehr schön, und man kann den Nach-mittag mit vielen Attraktionen verbringen.
Und den ein und anderen Bekannten trifft man auch“, so die Altenburgerin.

„Mir ist es wichtig das man gemein-sam ein regional betreutes Fest feiern kann, dass man zusammen etwas macht und das mit so wenig Kosten und Auf-wand verbunden ist wie möglich. Sowohl für die Organisatoren als auch für die Besucher.Einfach gemeinsam einen schönen Tagverleben“, so Renate Gärt-ner,Mitinitiatorin des mittlerweile 12. Straßenfestes. Zu Übersehen war das
Altenburger Urgestein auch diesmal nicht, denn sie schlüpfte in eine Alten-burger Tracht. Bis in die Nacht hinein wurde in den Kneipen und auf der Straße gefeiert, für Livemusik sorgte die Band
Mothers Best. „Es waren Massen an Besuchern, wir sind so zufrieden. Ein wirklich erfolgreiches und gelungenes Fest“, schwärmt Müller.

 

 

Foto: Peter Müller, Chef des Fördervereins „Historisches Friseurhaus“, legte am Samstag selbst Hand an und erschnippelte Geld für einen guten Zweck.

Fotoserien zu der Meldung


Haare schneiden für den guten Zweck - 2016 (16.08.2016)