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Ein ereignisreiches Jahr für den historischen Friseursalon

01.02.2017

Der Förderverein „Historisches Friseurhaus Altenburg“ kann auf ein eindrucksvolles Jahr 2016 zurückblicken. Mit fast 6000 Besuchern bleibt der kleine historische Salon in der Pauritzer Straße ein großer Besuchermagnet.

 

Es konnten Gäste aus allen Teilen Deutschlands begrüßt werden. Von Stralsund bis München kamen die Besucher. Vom Bäckermeister über den Dahlienzüchter bis zur Friseurmeisterin waren die unterschiedlichsten Berufsgruppen vertreten. Ebenso besuchten Handwerksgesellen auf der Wanderschaft den Salon. Aber auch aus europäischen Staaten, von Skandinavien bis Südeuropa, konnten Gäste begrüßt werden. Sogar Touristen aus Mittel- und Südamerika sowie Afrika interessierten sich dafür. So konnte man erfahren, dass es ähnlich eingerichtete Salons in Santiago de Chile und Nordafrika gibt. Diese werden noch heute aktiv betrieben. Aber auch kleine Geschichten wurden erzählt. So berichteten Besucher aus Österreich, in deren Dorf es zu Zeiten, als der Friseur noch fürs Zähne ziehen zuständig war, aber keinen Figaro gab. Man ging für derlei Prozedur zum Dorfschmied. Mehrmals wurde das historische Ambiente des Salons von Fotografen für Aufnahmen genutzt.

 

Auch das ergänzende Angebot, die Bohlenstube, wurde gern angenommen, sei es für Kaffee und Kuchen, als Abschluss der Besichtigung oder für eine Geburtstagsfeier. Erneut konnte der Verein zudem durch das auch 2016 angebotene „Haareschneiden für einen guten Zweck“ den Erlös von 1.200 € der Peter-Escher-Stiftung für krebskranke Kinder übergeben.

 

Kurz vor dem Jahreswechsel nahm der Förderverein zudem zwei besondere Geschenke entgegen. So übergab Frau Bärbel Schneider aus Schkeuditz ein Selbst-Haar-Well-System (1921) der Firma Tewex, das vollständig aus Holz gefertigt ist. Solche Holzwickel waren selbst dem Verein bisher nicht bekannt. Und Frau Margarita Trinks aus Kiel schenkte zwei außergewöhnliche Schmuckstücke, eine Kette und einen Ring, die aus Echthaar gefertigt sind. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Haare in der Geschichte für die Menschen schon immer waren. Früher trug man die Locke des Liebsten gegenseitig in einem Amulett bei sich. Der Verein ist stolz, nun  diese Schmuckstücke präsentieren zu können.

 

Angesichts dieses großen Interessen  muss der historische Friseursalon zu einem festen Bestandteil der neuen Kulturkonzeption der Stadt Altenburg werden.

 

Peter Müller
Vereinsvorsitzender