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Großartige Aktion im Historischen Friseurhaus Altenburg

11.01.2013

Am Anfang stand eine tolle Idee.

                               

Es war etwa im September 2012, als mich Friseurmeister Peter Müller ansprach:

„Jürgen, mich beeindruckt Euer Engagement im Kongo sehr, wie Ihr dort versucht, Kindern in diesen schwierigen Verhältnissen zu helfen.

Das Waisenhaus für 20 Straßenkindermädchen, die Finanzierung des Schulbesuchs vieler Kinder, einfach toll! Man hört ja sonst vom Kongo wenig Gutes.

Ich möchte Euch helfen.

Ich möchte Euch unterstützen und habe mir gedacht, einmal zugunsten der Kinder im Kongo zu frisieren.

Ich habe mir das so vorgestellt, dass wir das an einem Nachmittag im Historischen Friseurhaus machen, wie wir das schon für die Peter-Escher-Stiftung zugunsten krebskranker Kinder gemacht haben.“

 

Der Förderverein „Historisches Friseurhaus Altenburg“ hatte in den vergangenen Jahren schon mehrere Benefizveranstaltungen dieser Art durchgeführt.

 

Das war ein unerwartetes Hilfsangebot, das mich sehr berührte.

Es war einfach eine tolle Idee.

Und zu solch einer tollen und zugleich originellen Idee kann man nicht Nein sagen.

                                              

 

Eine gute Vorbereitung war notwendig.

 

Uns war natürlich klar, dass eine solche ungewöhnliche Benefizveranstaltung eine gute Vorbereitung und Werbung brauchte.

 

Schnell haben wir uns auf Sonnabend, den 1. Dezember 2012, geeinigt.

Der Vortag zum 1.Advent war ein sehr guter Termin für eine solche Aktion.

Anfang November haben wir die Presse ausführlich informiert und um eine Vorankündigung und Berichterstattung gebeten.

Gleichzeitig wurde ein Flyer in Auftrag gegeben, der in guter Aufmachung, in Bildern und mit einem informativen und einladenden Text, die Werbung verstärken sollte.

Außerdem wurden in den Vereinen „Hilfe für Menschen im Kongo e.V.“ und „ Historisches Friseurhaus Altenburg e.V.“ die organisatorischen Vorbereitungen getroffen.

 

In der Wochenendausgabe am 24./25.11.2012 erschien in der „Osterländer Volkszeitung“ eine groß aufgemachte und gut geschriebene Vorankündigung unter der Überschrift „Haareschneiden für Mädchen und Jungen im Kongo – Ungewöhnliche Benefizveranstaltung am 1.Dezember im historischen Altenburger Friseursalon“.

Mit dabei war ein großformatiges Foto mit dem Friseurmeister Peter Müller und mir und unseren drei Kindern mit Kamm, Schere und Föhn im historischen Friseursalon.

Am 24.11. und am 25.11. erschienen im „Kurier“ und im „Osterland Sonntag“ ebenfalls Beiträge mit dem Hinweis auf das „Gemeinschaftsprojekt: Benefizaktion für Kinder im Kongo“.

 

Zwei Tage vorher war unser farbenfroher Flyer fertig geworden und wurde in einer Reihe von  Geschäften und öffentlichen Einrichtungen ausgelegt und bei Veranstaltungen verteilt.

Uns war eine gute Öffentlichkeitsarbeit in der Vorbereitung gelungen und der 1. Dezember konnte kommen.

                                                      

 

Zwischen Haarschnitt und Kaffee mit Weihnachtsstollen.

                                                 

Am 1. Dezember pünktlich 13 Uhr waren wir alle an unseren Plätzen im Friseurhaus.

Wir waren nervös, weil keiner wusste, wie unsere Einladung zu dieser Aktion angenommen werden würde.

Es war auch weit und breit niemand zu sehen, der sich die Haare schneiden lassen wollte.

 

Ich versuchte, die Stimmung zu halten, in dem ich darauf hin zu weisen versuchte, dass allein die Tatsache, eine solche Idee geboren und daraus ein Projekt gemacht zu haben, ein schöner Erfolg ist, unabhängig davon, ob überhaupt Kunden zum Haareschneiden kommen oder nicht.

 

Aber dann kamen die ersten Kunden, die in den alten Friseurstühlen vor den großformatigen Spiegeln und dem Handwerkszeug eines Friseurs aus dem Jahre 1925 Platz nahmen, um sich die Haare schneiden zu lassen.

 

Jetzt konnten wir auch in der 1.Etage die einige Jahrhunderte alte und original erhaltene Bohlenstube öffnen und die erste Kanne Kaffee brühen.

Hier nahmen die Besucher Platz, um bei Kaffee, Kuchen und Stollen sich über das Waisenhaus in Kinshasa im Kongo und die Mädchen dort informieren zu lassen, für die die ganze Aktion veranstaltet wurde.

Anhand von aktuellen Fotos wurde über das Leben im Kongo berichtet.

 

In diesem Wechsel der Gerüche von Haarspray und Kaffeeduft nahm der Nachmittag seinen Verlauf.

 

Immer wieder erschienen Kunden zum Haareschneiden und eine Besuchergruppe aus Berlin-Brandenburg wollte das Historische Friseurhaus besuchen. Ein Ehepaar aus Glauchau hatte von dieser Aktion gehört und war extra angereist, um dabei zu sein.

Sie alle waren interessierte Hörer und beeindruckt von der Arbeit in den kleinen aber wirkungsvollen Projekten im Herzen Afrikas.

Besonders angetan waren sie aber von der originellen Idee, dieses wunderschöne Ambiente eines historischen Friseursalons für die Unterstützung von Kindern im Kongo zu nutzen.

 

Als wir um 17 Uhr unsere Aktion beendeten, waren wir alle erfreut und erleichtert.

Es war doch gut gelaufen.

Und als wir feststellten, dass der Erlös für die Kinder im Kongo insgesamt 471,50 Euro betrug, waren wir richtig zufrieden. Das war ein schönes Ergebnis!

 

Dem Förderverein „Historisches Friseurhaus Altenburg“

mit Friseurmeister Peter Müller, seiner Frau, seinen Friseusen und Helfern

möchten wir ein herzliches Dankeschön für ihr großartiges Engagement sagen.

 

 

Nachspiel.  

 

Am 4. Dezember erschien in der „Osterländer Volkszeitung“ ein ausführlicher Bericht über das „Haareschneiden für einen guten Zweck – Benefizaktion im historischen Friseurhaus bringt 471,50 Euro für Kinder im Kongo“.

Frau Ellen Paul und ihr Fotograf Mario Jahn von der OVZ hatten am 1. Dezember ebenfalls das Friseurhaus besucht, um sich einen persönlichen Eindruck von der Benefizaktion zu verschaffen. Sie nahmen sich Zeit, machten Interviews und Fotos.

Daraus ist dann der sehr ausführliche und lesenswerte Bericht mit zwei schönen Fotos entstanden.

 

Dieser Bericht über unsere Veranstaltung hatte Folgen.

 

In der Wochenendausgabe am 8./9.12. berichtete die „Osterländer Volkszeitung“ unter der Überschrift  „Den Benefiz-Erlös mehr als verdoppelt – 1 080 Euro für Kinder im Kongo“

erneut von unserer gemeinsamen Aktion.

Was war geschehen?

 

Nach dem Lesen der Berichterstattung über unsere Aktion am 4.12. in der OVZ haben sich bei Friseurmeister Peter Müller Leser gemeldet, die den Spendenbetrag zugunsten der Kinder im Kongo durch weitere Spenden erhöhen wollten.

Einer rundete den Betrag von 471,50 auf  1 000 Euro auf und überwies 528,50 Euro auf das Konto des Vereins „Hilfe für Menschen im Kongo e.V.“.

Zwei andere steuerten noch 50 und 30 Euro bei.

 

Am Ende sind 1 080 Euro als Erlös der Benefizaktion zusammen gekommen.

 

An dieser Stelle möchten wir auch der Redaktion der „Osterländer Volkszeitung“ herzlich danken für eine sehr einfühlsame und hervorragende Berichterstattung und Pressedarstellung zur Unterstützung unseres Engagements zugunsten von Kindern im Kongo.

Sie hat wesentlich mit zum Erfolg der Benefizaktion beigetragen.

 

 

Jürgen Hauskeller

„Hilfe für Menschen im Kongo e.V.“